Motorowl – Atlas

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und Weihnachten steht vor der Tür. Ich hätte nicht gedacht, dass man mir bereits vor dem „heiligen Abend“ ein Geschenk machen würde. Doch es kam anders.

Als Vorband von „Long Distance Calling“ stand die noch recht junge Truppe „Motorowl“ auf der Running Order. Ohne jegliche Erwartung vor der Bühne stehend, kamen fünf junge Herren mit sehr interessantem Auftreten vom Intro begleitet herauf. Neben zwei elektrischen Gitarren sah ich einen Bass, ein Schlagzeug und einen Syntheziser. Und ich fragte mich, was mich wohl erwarten wird.

Nach dem Auftritt wusste ich es dann: Eine grandiose Band, die mich nach nur einem Konzert in ihren Bann ziehen konnte!

Motorowl ordnen sich dem Subgenre „Psychedelic Doom Rock“ zu. Und dieses vertreten sie mit ihrer Virtuosität sowie äußerst treibenden und „stoned-progessiven“ Songs außerordentlich gut.

Die beiden Alben „Om Generator“ und „Atlas“ sind empfehlenswerte Scheiben, welche ich mir nach anfänglicher Skepsis nun doch zulegen werde. Besonders die Songs „Atlas“ und „To Take“, sowie der Split-Track „The highest City“ wollen mir seit dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und bringen frischen Wind in meinen Gehörgang.

Meinen anfänglichen Vergleich zur Kombination aus „Deep Purple“ und „Queens of the Stone Age“ oder „Orchid“ und „Kyuss“ möchte ich doch nicht mehr ziehen. Denn dafür ist der Sound von Motorowl zu eigen.

Eigen, überzeugend und fesselnd genug, um in diesem Jahr mein erstes Weihnachtsgeschenk zu sein.