Auf ein Neues

Am Ende eines Jahres blicken wir zurück auf das, was war. Wir reflektieren unsere Taten, formulieren unsere guten Vorsätze und starten im Kreis der Liebsten in das neue Jahr. Wir wünschen uns Glück, Gesundheit und alles Gute.

Doch ehe man sich versieht, verpuffen diese Wünsche, und wir finden uns in alten Mustern wieder. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein. Der Alltag, die Bequemlichkeit, fehlende Ressourcen – und oft haben wir selbst keinen oder nur einen schwindend geringen Einfluss darauf.

Doch worauf wir Einfluss haben, ist das Ich. Wir können uns selbst Aufmerksamkeit und Zeit schenken. Zwei sehr wichtige Aspekte der Ich-Gesundheit, die in der Hektik des leistungsorientierten Alltags sehr schnell untergehen.

Doch das Ich kann nur dann sein, wenn es auch ein Du und das Wir gibt. Jedes Ich ist ein Teil vom Wir. Akzeptanz, Hilfsbereitschaft, Respekt, Toleranz und Zusammenhalt sind die Fundamente der Menschheit und sollten weiterhin auch die unserer Gesellschaft sein.

Besonders das Jahr 2020 hat mir gezeigt, wie wichtig dieses Bewusstsein und diese Sichtweise sind. Für mich selbst und unsere Gesellschaft. Und trotz all der schrecklichen Ereignisse, der abscheulichen Taten und der bewussten Zerstörung unseres Planeten glaube ich weiterhin an das Gute in jedem Ich.

Ich wünsche mir für jedes Ich ein gesundes Maß an Entschleunigung, die Fähigkeit zu verzichten und vor allem Zufriedenheit für das kommende Jahr.

Lasst uns alle an dem festhalten, was uns ausmacht.