KOJ – Black Night

Ein ganz normaler Tag im Büro. E-Mails, Telefonate, ein kurzes Gespräch mit dem Kollegen. Und es ist passiert. Ich bin verliebt. Nicht in meinen Kollegen. Ich bin verliebt in den Sound der Band „KOJ“ aus Münster. Vom ersten Ton an.

KOJ sind Alina, Nils und Simon. Und mit ihrem Song „Black Night“ haben sie mich in ihren „Deep Dark Indie“-Bann gezogen. Feierabend, stockender Verkehr, Heimfahrt. Inmitten der Black Night.

Ich bin zuhause. Den Verstärker an, den Lautstärkeregler auf  Anschlag. Und ich verliebe mich ein weiteres Mal. In den Song „Mood“ vom Album „Waters“ des Trios.

Endlosschleife, ein befreiendes Gefühl. Emotionen pur. Schwermutig, treibend, progessiv. Und absolut empfehlenswert.

Das Buch des Lebens

Das Leben. Ein Buch mit leeren Seiten, die wir täglich neu beschreiben. Kapitel für Kapitel blättern wir zurück und lesen, was war. Doch Einfluss auf den Klappentext haben wir nicht. Umso wichtiger ist es, dass wir den Inhalt verzeichnen. Bevor die Zeit den Einband zerfallen lässt.

Long Distance Calling – Out there

Als ein großer Fan der Vokalmusik war mir bis 2007 nicht bewusst, dass Rockmusik auch ohne Gesang auskommen kann. Die Münsteraner Band „Long Distance Calling“ ist für mich das Aushängeschild der deutschen Instrumentalmusik und wird es dank des neuen Albums „Boundless“ auch weiterhin bleiben.

Jedes der sechs Studioalben ist ein Meisterwerk und darf in keiner guten Musiksammlung fehlen. Besonders Songs wie „Out there“, „Black Paper Planes“ oder „I know You, Stanley Milgram“ nehmen mich jedes Mal mit auf eine wundervolle Reise. Ich schließe die Augen und meine Gedanken malen Bilder.

Auch das stark kritisierte, eher „vokalmusikalische“ Album „The Flood Inside“ gefällt mir dank Songs wie „Tell the End“ und „Inside the Flood“ sehr.

Wer musikalisch nach etwas Abwechslung sucht und Wert auf äußerst anspruchsvolle Musik legt, darf Long Distance Calling nicht länger missen.