Red Hot Chili Peppers – Ein paar Worte

Sie haben es mir angetan! Und zwar so sehr, dass ich nun den dritten Beitrag über die „Red Hot Chili Peppers“ verfassen muss. Kerninhalte des Beitrags sollen das grandiose Album „Stadium Arcadium“ und die Daseinsberechtigung des „Josh Klinghoffer“ sein. Aber der Reihe nach.

Dem Album habe ich seit seiner Erscheinung im Jahr 2006 viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und es glücklicherweise doch noch für mich entdecken können. Die letzten Wochen höre ich es in der Endlosschleife und, ich hoffe sie verzeihen es mir, meine Nachbarn auch. Das Album haut mich durch seine musikalische Vielfalt immer wieder um! Das liegt unter anderem daran, dass „Dani California“ mir zu Beginn ordentlich einheizt und ich ohne „Snow“ nicht wieder abkühlen würde.

Ich frage mich, wie die Jungs es immer wieder schaffen, solche Meisterwerke zu schreiben. Definitiv hätten auch die Songs „Especially in Michigan“ und „Hump de Bump“ Platz 1 und 2 einnehmen können. Auf der ersten Scheibe „Jupiter“ des Doppelalbums befindet sich noch der gleichnamige Song „Stadium Arcadium“, der bei mir gemischte Gefühle erzeugt. Liebe, Glück, Zufriedenheit, Sehnsucht. Vier Worte mit mächtiger Bedeutung. Durch Musik interpretiert, an den Mann gebracht und, zumindest mich, damit erreicht.

Der Song „Wet Sand“ ist definitiv ein Geheimtipp und zu weit hinten auf dem Album positioniert. Anfänglich ruhig, entwickelt er sich zu einer brachialen Ballade mit einem Gitarrensolo, das mir jedes Mal eine Gänsehaut produziert. Nach „Jupiter“ warten 14 weitere Songs auf „Mars“ darauf, den Hörer glücklich zu machen. Und es soll erneut gelingen. Woran das liegt? Sie sind eins. Eins mit den Instrumenten. Eins mit sich selbst. Eins mit der Band. Das energiegeladene und besonders emotionale Gitarrenspiel des „John Frusciante“ und der funkig gespielte Bass des „Michael Peter Balzary“ ergänzen die vielfältige Stimme von „Anthony Kiedis“ und das Drumplay von „Chad Smith“ perfekt. Dadurch formen die Jungs das, was seines Gleichen sucht. Und ich bin mir sicher, dass es so schnell nicht gefunden werden kann!

Zu Beginn des Beitrags habe ich die Daseinsberechtigung des Josh Klinghoffer angesprochen und möchte klarstellen, dass sie definitiv vorhanden ist! John und Josh, die Vornamen klingen ähnlich. Doch das Gitarrenspiel der Musiker könnte unterschiedlicher gar nicht sein. Josh schafft es, die altbekannten Songs mit seinem Style neu zu interpretieren. An manchen Tagen gefällt es mir, an anderen nicht. Und dann stelle ich mir die Frage, wie all die neuen Songs, gespielt von John, wohl klingen würden. Und ich vermute, dass sie sie mir an manchen Tagen gefallen werden, an anderen nicht.

Für mich steht trotzdem fest, dass die Red Hot Chili Peppers für viele weitere Jahre unerreichbare Götter ihres Genres bleiben und mich als ihren Jünger behalten werden.