Critizen – Der Anfang

Ich denke schon seit Wochen darüber nach, mit dieser Beitragsreihe zu beginnen. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto widersprüchlicher werden meine Gedanken. Soll ich es machen oder soll ich es bleiben lassen? Es wird ein Prozess sein, denn schließlich ist das hier ein Blog und dieser will stets mit Beiträgen gefüttert werden. Was wiederrum ein Wiederspruch zum Inhalt dieser Beitragsreihe mit dem Namen „Critizen“ sein wird.

Denn ich werde kritisieren. Kritisieren, dass alles an Gedanken, oftmals ohne zu denken, in sozialen Medien geteilt wird. Ich werde kritisieren, dass Menschen sich immer weniger Zeit dafür nehmen, soziale Kontakte in der realen Welt zu pflegen. Ohne die Hilfe eines smarten Endgerätes. Ich werde kritisieren, dass zu viele Ressourcen genutzt und verschwendet werden. Schneller, als diese wieder geschaffen werden können.

Wer meine bisherigen Beiträge gelesen hat und mich kennt, weiß, dass ich vielen Dingen kritisch gegenüberstehe. Ich denke sehr viel, ich denke sehr weit. Ich möchte nicht einfach nur sein. Meine Kritik kommt in den meisten Fällen mit einem Lösungsvorschlag daher, welchen ich auch versuche umzusetzen. Und ich sehe auch die positiven Dinge im Alltag. Doch leider muss ich diese viel zu oft erst suchen. Eigentlich eine gute Überleitung dazu zu sagen, dass die Medien voller Leid, Verzweiflung und Hass sind. Dass die vielen guten Dinge im Schatten des Negativen keine Aufmerksamkeit erhalten. Krieg und Terror, unser tägliches Brot. Mir schmeckt es nicht mehr! Ich versuche Abstand von dem zu gewinnen. Ich höre kein Radio mehr, meide reißerische Bildungsmedien und konsumiere nur noch seriöse Berichtserstattung. Vielleicht, weil bei dieser hinterfragt wird und nicht bloß geschrieben um möglichst viele erhobene Daumen zu erhalten. Doch auch hier ist der Geschmack des Brotes ein bitterer. Jeden Tag wird das Essen vom Vortag und den Tagen davor aufgetischt. Und es wird konsumiert. Eine Routine, welche in dieser schnelllebigen Zeit noch weitere, fatale Folgen haben wird. Wir stumpfen ab, wir akzeptieren anstatt zu reagieren.

Bereits vor Jahren habe ich damit angefangen, meine Gedanken und Emotionen in Worte zu fassen. Für mich schien das der einzige Weg aus dem Teufelskreis der negativen Gedanken zu sein. Und der Weg ist ein guter. Je mehr ich schreibe, desto befreiter fühle ich mich. Man möchte mir unterstellen, dass es sich um blinden Aktionismus handelt. Doch im Gegenteil. Ich sehe mehr als je zuvor. Denn auf die Worte folgen auch Taten.

Mir fehlte es an Spiritualität im täglichen Leben. An den Glauben an etwas Gutes. Dabei ist es so einfach etwas für sein Karma zu leisten, sein Schicksal mit zu bestimmen. Ich möchte diesen Begriff losgelöst vom Buddhismus betrachten, frei von Religion und Dogmen. Denn was er für mich beschreibt ist die Menschlichkeit, die Liebe. Rational betrachtet mögen es Zufälle sein, doch, wenn ich etwas Gutes tue, dann widerfährt mir das Gute auch.

An dieser Stelle werde ich mein Vorwort nun beenden. In der kommenden Zeit werden weitere Beiträge folgen. Just mit dem Ziel meinen Gedanken freien Lauf lassen zu können. Ungefiltert und direkt.

Twelve Foot Ninja – One Hand Killing

Die Idee „Progressive Metal“ mit diversen Musikrichtungen zu vermischen klingt spannend und nach einer Herausforderung. Was dabei rauskommen kann, das zeigt die Band „Twelve Foot Ninja“ aus Melbourne mit Nachhaltigkeit.

Durch das geniale und witzige Musikvideo zu „Coming for You“ auf die Band aufmerksam geworden, habe ich mich intensiver mit der Band beschäftigt. Vor allem das Album „Silent Machine“ hat es mir angetan. Wie ich es beschreiben würde? Musikalisch abstrakt, professionell und mit Ohrwurmgarantie. Die Songs „Coming for you“, „Shuriken“, „Deluge“ und „Rogue“ möchte ich als meine Favoriten bezeichnen.

Auch das neue Album „Outlier“ verspricht, bereits in den ersten Hörgängen das Potential zu haben ein Brett zu sein.

Wer musikalische Experimente mag und harte, djentige Riffs liebt, der wird mit den „Twelve Foot Ninjas“ bestens bedient sein.